Montanhof

Montanhof

Der Montanhof an der städtebaulich markanten Ecke Kattrepel und Niedernstraße erscheint mit seiner dreifach gebrochenen Front und den drei Dreieckserkern an der Stirnseite, die das Gebäude gleichsam auffalten, fast wie ein Kristallgebilde. Der dennoch recht massive Baukörper wird von Staffelgeschossen bekrönt und mit den für Kontorhäuser typischen Lisenen dekorativ verziert. Lisenen nennt man senkrechte Mauerstreifen, die oft durch Rundbogenfriese miteinander verbunden sind. Die Fassade des Montanhofs ist exemplarisch für den expressionistischen Stil der Kontorhäuser, die Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Rundbögen, keramische Verzierungen, strebpfeilerartige Abschlüsse an den Staffelgeschossen, in Anlehnung an bedeutende Keramikplastiken von Ludwig Kunstmann – all dies lässt das Gebäude leicht erscheinen.

Baujahr: 1924-1926

Architekten: Herrmann Distel und August Grubitz

Der neungeschossige Stahlbetonbau ist mit Odernburger Klinker verkleidet, der zum Teil als Schmuckverband gemustert ist. Majolikaverziehrungen bereichern die Dekoration.
Der Empfangsbereich ist besonders dekoriert mit seinen Steinverkleidungen, Bändern, Spiegeln und angedeutetem Lettner, steinernen Schranken, die hier der Repräsentation dienen.
Der Montanthof ist ein ausgefallenes Beispiel für den expressionistischen Kontorhausbau und zeigt deshalb besonders den Widerspruch der Modernität, der technischen Ausführung und der verhüllten expressionistischen, mitgotiserenden und effektvollen Elementen der geschmückten Fassade; ein Skelettbau ohne tragende Wände, nur der zentrale Erschließungsstrakt und das Stahlbetonskelett sind tragend – die inneren Räume sind aufteilbar.

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