Domplatz

Domplatz

Lange vermutete man, dass südlich der St. Petri Kirche die zwischen 817 und 822 n. Chr. errichtete Hammaburg gestanden haben soll. Die 2005-2006 durchgeführten Ausgrabungen zeigten aber, dass es hierfür keine Belege gibt. Es wurde aber das Profil einer großen Wallanlage gefunden, die den gesamten Domplatz umschließt. Die Anlage ist datiert auf die Jahre 891 und 983. Diese Befestigung wird als „Domburg“ gedeutet, zum Schutz des erzbischöflichen Mariendoms. Innerhalb des Walles soll eine um 834 von Bischof Ansgar gegründete hölzerne Bischofskirche gestanden haben. Diese Kirche wurde 845 von den Wikingern zerstört. Bis heute fehlen archäologische Hinweise, wo genau Erzbischof Ansgar 831/832 seine Domkirche erbauen ließ. Es darf jedoch als sicher gelten, dass der Dom um 900 dort seinen Standort hatte. Es folgten Holzneubauten um 858 und erneute Zerstörungen. Die 1947 durchgeführten archäologischen Untersuchungen konnten das Vorhandensein früherer Holzkirchen vor dem ersten Steinbau auf dem Gelände nicht bestätigen. 1035 ließ Erzbischof Bezelin Alebrand die erste steinerne, mehrschiffige Basilika, den „St. Marien Dom“ erbauen. Dieser ist 1066 bei einem Heidenüberfall ausgebrannt und wurde im 13. Jahrhundert neu erbaut. Der Abriss erfolgte 1804-1807.
Seit 2009 befindet sich auf dem heutigen Domplatz eine mit Bäumen bepflanzte Rasenfläche. Ein Wall aus Stahlblech rahmt den neuen Freiraum. Er zeichnet die Kontoren der „Domburg“ nach und lässt die räumliche Anordnung aus der Zeit des Mariendoms wieder aufleben. Das vom Dom übrig gebliebene Pfeilerfundament wurde ausgegraben und kann durch ein Blickfenster, welches in eine der weißen (abends beleuchteten) Bänke eingelassen wurde, betrachtet werden.

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