Chilehaus

Chilehaus

Die Premium-Immobilie in bester Lage ist das Chilehaus. Seit 1993 im Besitz der Union Investment GmbH (früher DIFA) wurde dieses Gebäude restauriert, modernisiert und erstrahlt in neuem Glanz.
Ungewöhnlich allemal, architektonisch und künstlerisch sicherlich eine ausgezeichnete Leistung, galt das Chilehaus mit seiner 36.000 qm Geschossfläche lange Zeit als „größtes Geschäftshaus der Elbhansestadt“. So ist es auch fast selbstverständlich, dass das Chilehaus seit 1983 unter Denkmalschutz steht und für die Liste des Kulturerbes der Welt der UNESCO vorgeschlagen wurde.
1921 hatte der Kaufmann Henry Brarens Sloman, seinerzeit mit einem Vermögen von 60. Mio. Mark der reichste Mann der „Republik Hamburg“, die rund 5.000 qm großen Grundstücke beiderseits der Fischertwiete im Sanierungsgebiet gekauft. Als führender Produzent und Importeur von Chile-Salpeter verfügte er gerade in der Zeit der Inflation und wirtschaftlichen Rezession über Devisen und legte seine Mittel nicht nur in Immobilien an, sondern er kaufte auch schon auf Vorrat die 4,8 Millionen Ziegelsteine für den Bau des Chilehauses.
Der Architekt Fritz Höger, den Sloman mit dem Bau des ungewöhnlichsten Kontorhauses in Hamburg beauftragt hatte, soll beim Anblick der Steinmasse ausgerufen haben: „Was soll ich mit dem Dreck machen?“ – Die hervorragende ästhetische Wirkung der besonders hart gebrannten Oldenburger Klinker scheint also eher auf materiellen Bedingungen zu beruhen, als auf Entwurfsabsichten.

Baujahr: 1922-1924

Architekt: Fritz Höger

Das Chilehaus mit seiner markanten Spitze nach Osten, seinen Arkaden und den Terrakotten von dem Bildhauer Richard Kuöhl im Sockelgeschoss, seinen umlaufenden Galerien vor den Staffelgeschossen, der torartigen Überbauung der Fischertwiete, der dynamischen Fassadenschwingung, ihrer Gliederung und kunstvollen Musterung ist ein extravagantes Bauwerk, unbestritten. Zum Grundriss schrieb Fritz Höger: „Die viel angestaunte Spitze des Hauses Ecke Burchardstraße/Pumpen ist nichts weiter als die konsequente körperliche Lösung, die sich durch die spitzwinklige Straßenkreuzung von selbst ergibt.“ Hatte doch der Oberbaudirektor Fritz Schumacher eigens den Straßenplan ändern müssen, um dem Chilehaus zu seiner einmaligen Wirkung zu verhelfen.
Die Überbauung der Fischertwiete, mit dem Tudorbogen, der auf Wunsch des Bauherren nach dem Vorbild seines Wohnhauses gestaltet wurde, wurde ebenso als besondere Leistung betont, obwohl die Architekten Rombath und Jolasse bereits 1910 beim Bau des Versmannhauses die Knochenhauertwiete an der Mönckebergstraße überbaut hatten.
Von der Piazza des Chilehauses erschließen zwei Treppenhäuser das Gebäude und ein drittes liegt mit den Zugängen von den Hauptfassaden in der Spitze des Hauses. Auch die Eingangshallen mit ihren großzügigen breiten Treppen strahlen Ruhe aus. Terrakotta, Tuffstein und Fliesen sind die unterschiedlichen Materialien, die in den einzelnen Treppenhäusern das Erscheinungsbild prägen und nach der aufwendigen Rekonstruktion in neuem Flair eine gediegene, ruhige Stimmung verbreiten.

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