Altstäder Hof

Altstädter Hof

Unter dem Motto „Zurück zur guten alten Zeit“ ließen die Nationalsozialisten im Kontorhausviertel auch Wohnblöcke errichten. Damit wurde die Kontorhausbildung ein wenig zurückgenommen und es entstand z.B. der große mit Erkern und Giebeln an frühere Zeiten erinnernde Wohnhauskomplex Altstädter Hof.
Nach einer Bauvorschrift aus dem Jahre 1935 mussten für alle Bewohnerinnen und Bewohner der 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen Luftschutzkeller gebaut werden. Auch heute wird der Altstädter Hof zum Wohnen und Arbeiten genutzt.

Baujahr: 1936/37

Architekt: Rudolf Klophaus

Über dem Eingang zur Hofeinfahrt ließ der Bildhauer Richard Kuöhl Olympische Ringe anbringen. Sie sollen daran erinnern, dass der Häuserkomplex 1936 im Jahr der Olympischen Spiele errichtet wurde. Richard Kuöhl war es auch, der die Sandsteinskulpturen über den Haustüren schuf. Ganz im Sinne der NS-Ideologie sollte durch diese Skulpturen in verklärender Weise die „gute alte Zeit“ wieder aufleben.
So erblickt man über den Hauseingängen Bauern und Handwerker, Männer in zünftiger Handwerkerkluft oder traditioneller Arbeitskleidung. Das Idealbild der Frau in der Zeit des Nationalsozialismus: Mutter mit möglichst vielen Kindern wurde nicht vergessen darzustellen.

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