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Kontorhausviertel Hamburg

Seine einzigartige Architektur und das Hamburger Kaufmannstum haben das Kontorhausviertel weltweit bekanntgemacht. Es ist eindrucksvolles Zeichen der traditionsreichen Geschichte der Hafen- und Hansestadt Hamburg. Seine Bedeutung belegt auch die Aufnahme des Kontorhausviertels in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Die Menschen, die hier leben und arbeiten schätzen den besonderen Charme des Viertels. Über 40 Restaurants und Cafés und mehr als 700 Unternehmen füllen das traditionsreiche Kaufmannsviertel mit Leben. Mit seiner wachsenden Vielfalt an spezialisierten Fachgeschäften und jungen wie auch etablierten Galerien ist das Kontorhausviertel inzwischen weit mehr als ein Geheimtipp im Herzen Hamburgs. Jeweils am Dienstag und am Donnerstag findet hier ein Wochenmarkt auf dem Burchardplatz statt.

Nehmen Sie sich Zeit, die Besonderheiten dieses Viertels zu entdecken.

Willkommen im Kontorhausviertel.

Ihre IG Kontorhausviertel e. V.

Historie

Wir möchten Sie einladen, eine kleine Entdeckunsreise in Hamburgs Vergangenheit zu machen. Im Kontorhausviertel wird auf engstem Raum Hamburgs Geschichte von seinen Anfängen bis heute erlebbar.

Am Speersort soll sich unter dem Straßenasphalt der Ursprung Hamburgs befunden haben. Archäologen vermuten, dass hier die im 8. Jahrhundert gebaute Hammaburg stand.
In ihrer Nähe befand sich die St. Petri Kirche - die Marktkirche der Kaufleute. Zur Kirche gehörte seit ca. 830 eine Kaufmanns- und Handwerkersiedlung. Die Wohnhäuser waren reetgedeckte Holzständerhäuser mit Flechtwerk und Lehm, in denen es recht dunkel, kalt und stickig gewesen sein muss. Erst später entwickelten sich die großen Häuser der Fernhandelskaufleute.

Unterhalb der vermuteten Stelle, wo einst die Hammaburg stand, entlang des Reichenstraßenfleetes (heute Gegend Große und Kleine Reichenstraße) dehnte sich eine Hafenanlage mit einem Anlegeplatz aus Pfosten und Flechtwerk aus. Hier gab es hölzerne Speicher und es siedelten sich wohlhabende Fernhändler an. Die Keimzelle Hamburgs, umgeben von Ringwällen, erstreckte sich damit um die Gegend: Domstraße, Speersort, Alter Fischmarkt, Schopenstehl, Kleine Bäckerstraße, Kleine Johannisstraße, Rathausstraße, Pelzerstraße und Bergstraße.

Die Gegend um die um 1250 erbaute St. Jacobi Kirche lag bis Mitte des 13. Jahrhunderts außerhalb der früheren Stadtbefestigung, dem Heidenwall. Dieser verlief vom Schopenstehl am St. Marien Dom vorbei, wo heute das Pressehaus steht, über die Stein- und heutige Mönckebergstraße in einem leichten Bogen bis zur Binnenalster. Um 1240 wurde hier eine Mauerbefestigung mit Türmen gebaut. Abgetragen wurde der Heidenwall zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Jacobikirchspiel immer dichter bebaut mit Fachwerkbuden und einem Labyrinth von Gängen. Dort lebten die sog. "kleinen Leute", die Ende des 19. Jahrhunderts von einer Katastrophe heimgesucht wurden: 1892 brach in Hamburg die Cholera aus. Betroffen waren hauptsächlich das St. Michaelis- und das St. Jacobikirchspiel, denn dort herrschten in den dichtbebauten Gängen unbeschreiblich unhygienische Bedingungen. 16.596 Menschen erkrankten, 8.605 von ihnen starben. Gleichzeitig erfolgte der Zollanschluss und die Wohn- und Kontorhäuser auf der Wandrahminsel mussten geräumt werden. Ca. 30.000 Menschen verloren dadurch ihre Wohnungen. Jetzt endlich entschloss sich der Senat für ein Sanierungsprogramm: In der Innenstadt wurden drei Wohngebiete als Sanierungsbereiche ausgewiesen, darunter auch die Altstadt um die Steinstraße bis zum Meßberg. Noch vor dem Ersten Weltkrieg begann man beiderseits der Steinstraße mit dem Abriss der alten Häuser, um ein hafennahes Wohnviertel zu bauen. Doch es entstand keine neue Wohngegend. Unter dem Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse wurden Geschäftshäuser gebaut. Da nützte kein Protest. Durch diese Sanierungsmaßnahmen verringerte sich zwischen 1890 und 1925 die Wohnbevölkerung in der Innenstadt um 50 Prozent, in einigen Bereichen der Altstadt sogar um 75 Prozent. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels wurden in die Jarrestadt nach Winterhude und auf die Veddel umgesiedelt, und es entstand zwischen Steinstraße, Burchardplatz und Meßberg das Kontorhausviertel.

Der Bau des Kontorhausviertels begann um 1912 und wurde durch die wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg verstärkt vorangetrieben. Als dann Ende der 20er Jahre des 20. Jahrunderts die Weltwirtschaftskrise ausbrach, ging zwar die Nachfrage nach Büroflächen zurück, doch es wurde weiter gebaut. Der Abriss der Häuser nördlich der Altstädter Straße erfolgte noch bis in die 30er Jahre.

Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, errichteten sie um 1937/38 auf den noch freien Flächen im Sanierungsgebiet weitere Geschäftshäuser, so das Bartholomay Haus. Entsprechend ihrer Ideologie, die sich u. a. in dem Motto "Zurück zur Scholle" äußerte, wurden nun auch Wohngebäudekomplexe gebaut. So entstand der Altstäder Hof.

Die Häuser im Kontorhausviertel haben zwei gemeinsame Prinzipien: sie sind als Stahlbeton-Skelettbauten konstruiert und die Fassaden sind mit Backstein verkleidet, denn so die damals maßgeblichen Architekten Hans und Oskar Gerson: "der Backstein (werde) mit zunehmendem Alter immer schöner und die Häuser (gewinnen dadurch) an Reiz".

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Lageplan

Den Lageplan des Kontorhausviertels finden Sie mit freundlicher Unterstützung der CittyMedia - Communicators and Publishers GmbH als PDF-Datei unter Kontorhaus Journal.

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Immobilien

Ruhig und zentral gelegen: Mitten in der Hamburger Innenstadt zwischen HafenCity und Einkaufscity liegt das traditionsreiche Kontorhausviertel. Zum Hauptbahnhof, zur nächsten U-Bahn-Station und zum Rathaus - immer sind Sie von hier aus in wenigen Minuten zu Fuß am Ziel.

Alle Attraktionen einer Weltstadt finden Sie in unmittelbarer Nähe: Schon das Kontorhausviertel selbst steht für Kaufmannstum und Weltläufigkeit und bietet eine anregende Mischung aus Geschichte und modernem Stadtleben.

Auch mit dem Auto kommen Sie schnell hin und weg: über die Elbbrücken sind es keine zehn Minuten zur A7. Von dort aus bestehen beste Autobahnverbindungen in alle Richtungen.

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Führungen

Dr. Christina Linger und Barbara Heyken bieten in Kooperation mit der IG Kontorhausviertel e.V. sowie Partnern aus Gastronomie, Einzelhandel und Galerieszene des lebendigen Viertels zwischen Tradition und Innovation einen kurzweiligen Rundgang, der alle Sinne anspricht.


Hier mal kurz schauen, dort riechen, ein wenig später probieren - ein Genuss, den niemand so schnell vergessen wird – gewürzt mit einem guten Schuss Information zur Historie und zu aktuellen Entwicklungen des alten – neu entdeckten Quartiers zwischen Innenstadt und Hafencity.


Erleben und genießen Sie das Kontorhausviertel.


Termine und Anmeldung unter: 0171 606 2770 oder per E-Mail.

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Wochenmärkte

Der Wochenmarkt findet jeweils Dienstags und Donnerstags auf dem Burchardplatz statt.


Ansprechpartner für den Wochenmarkt am Donnerstag ist Herr Jörg Kase. Herr Kase ist telefonisch unter 04102-45392 zu erreichen.


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